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72 - Mein Herzblatt

"Mein Herzblatt bist du!", sagt ein Hund
und küsst die Katze auf den Mund.
"Ich stand zu lange auf Diät,
jetzt lieb ich dich von früh bis spät!"

Die Katze faucht und buckelt schnell
das Rückrat mit dem weichen Fell -
Der Hund versteht nicht, was passiert,
er hat sich im Quartier verirrt.

Zwar ist die Katze ihm vertraut,
wenn etwas irgendwo miaut,
nur leider ist es, wenn er hofft,
die falsche Katze, viel zu oft!



Schakim
3.3.07 10:40


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73 - verliebt-verrückt-verirrt

Verliebt, verrückt, verirrt -
Der erste Käfer schwirrt,
bereits ganz dick und rund,
in Farben knallig bunt.
Ein Blitztrip in das Glück
verspricht der Augenblick -
Da strauchelt dieser Wicht
am leeren Ast im Licht.
Er purzelt in das Gras -
Vorbei der erste Spass!

Er liegt nicht auf dem Bauch
und zappelt unterm Strauch.
Das Leben spielt verrückt -
Sein Flug ist ihm missglückt!
Nun wieder träg, gehemmt,
mit Flügeln eingeklemmt,
versucht er sich zu drehn
und denkt: Das wird schon gehn ...
Da pickt ein Vogel zu ...
Das war's - am Platz herrscht Ruh!



Schakim
4.3.07 08:25


74 - Kleines Pech

Viele will das Glück verschonen
und es zeigt sich schwarze Nacht.
Doch die Nächte tragen Kronen
mit der schönsten Sternenpracht!
Ist es nicht das kleine Leuchten,
welches jedem Glück sein kann?
Wenn die dunklen Wiesen feuchten,
fangen Lichterspuren an.
Trampt man aber in die Schollen
und verliert das Gleichgewicht,
stolpert, strauchelt ohne Wollen,
spürt man Pech statt Glück ganz dicht.
Alles scheint im Dreck zu liegen
und dagegen stemmt man sich -
Andern wird es zum Vergnügen,
spotten - sind nun lästerlich.
Trägt man eine spitze Zunge,
pfeift man auf den Schicksalsschlag,
atmet kräftig durch die Lunge,
sagt: Zum Glück! Es wird bald Tag.


Schakim
5.3.07 14:30


75 - Simsen

Es entlockt mir ein Grinsen,
wenn die Leute sich simsen,
wenn sie ständig nur tippen -
Von den Wortfetzen nippen.

Man beobachtet eben
aus der Ferne das Leben
und erhascht in Sekunden
ein paar Worte, die munden -

So, erklärte ein Freund mir,
funktioniert diese Habgier
nach der Zuwendung heute.
Ob ich wisse, es deute

auf Verarmung der Seele ...


Schakim
7.3.07 10:56


76 - Der Mensch irrt

Der Mensch irrt viel, der Mensch irrt oft,
dabei verschenkt er sich und hofft
auf einen langen Seelenfrieden -
Der ist ihm dann wohl nicht beschieden!


Schakim
8.3.07 14:23


77 - Das Hindernis

Nimm diesen schweren Stein von meinem Herz,
ich möchte glücklich sein und kann es nicht.
Das, was ich fühle ist Verzicht und Schmerz
und überall verdunkelt sich das Licht.
Das Hindernis ist eine Gegenwart,
die ganz gewiss mit Einsamkeit nicht spart.

Die Zukunft blendet ein in das Geschehn.
Im Sand bewegt sich ein Kamel zum Fluss.
Es schwankt und schaukelt und die Winde wehn
ganz warm - Das schmeichelt! Nirgends ein Verdruss!
Das Hindernis ist eine Gegenwart,
die ganz gewiss mit Einsamkeit nicht spart.

Nimm diesen schweren Stein von meinem Herz,
so kommt ein jedes Tier zu seinem Fluss!
Wir haben jetzt erst Anfang Monat März -
Im Winter blüht hauchzart die Zaubernuss.
Das Hindernis soll nicht ein Welken sein,
die Gegenwart spart nur mit Sonnenschein.


Schakim
8.3.07 23:01


78 - Die Sprache der Bäume

Die Bäume können plötzlich sprechen
mit tausend Falten im Gesicht,
selbst dann noch, wenn die Äste brechen,
sie schweigen nicht!

Sie sind ein Stimmungsbarometer
und leisten Stürmen Widerstand.
Wir Menschen sind die Übeltäter,
zerstören ihr Gewand.

Berauschend wirken ihre Lieder,
sobald man unter ihnen steht.
Ein Schatten legt sich auf die Glieder,
der mit der Sonne weiter geht.

Die Worte will man nicht verlieren,
die Lieder auch nicht und den Traum -
Entdeckt die Märchen beim Spazieren
ganz nah am Baum!



Schakim
9.3.07 09:01


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